![]() Werner Faber Anmerkung der Redaktion: Werner hat seine Tätigkeit im Studio Merten als Moderator beendet und widmet sich nun anderen Aufgaben, wird uns aber ab und zu mit Themenvorschlägen oder Beiträgen zuarbeiten. Darf ich mich vorstellen…. Mein Name ist Werner Faber, Jahrgang 1939 - "Vorkriegsware" also und noch recht stabil. In der Pfalz (Ludwigshafen) geboren, lernte ich schnell, nur ja nicht sesshaft werden zu sollen. Mit vier Jahren zog ich nach Bad Ems, mit zehn Jahren nach Daaden im Westerwald. Dort - genauer: in Betzdorf - machte ich dann 1960 mein Abitur. Und nachdem ich das Reisen auf diese Weise gelernt hatte, wählte ich einen Beruf, der eine Menge Mobilität verlangte: Offizier der Bundeswehr. Heute ist Rheinbach mein achter Wohnsitz, obgleich ich - als Folge der Wende (und gern auch freiwillig) - schon mit dreiundfünfzig Jahren - recht früh in den vorläufigen Ruhestand getreten bin. Und meine Familie? Meine Frau, Christel ist tapfer mit mir gezogen. Das ging auch recht gut, denn unsere Ehe blieb zunächst kinderlos. Als ich dann Mitte vierzig war, haben wir es uns doch anders überlegt und adoptierten zwei indische Kinder, Lorna und Peter. Eine hervorragende Entscheidung war das! Und so nahm unser Umherziehen ein Ende. Seit 1984 sind wir also in Rheinbach sesshaft. Die Kinder bestimmen jetzt unser Leben mit. Ich selbst begann mich, nach Ausscheiden aus der Bundeswehr, für die Psychologie zu interessieren und studierte an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg das Fach "Systemische Beratung und Supervision". Einen neuen Beruf habe ich damit aber nicht mehr angefangen. Stattdessen setze ich meine neu erworbenen Kenntnisse ehrenamtlich ein, sei es als Suchttherapeut in Fachkliniken oder als Betreuer der Gefangenen in der JVA Rheinbach. Darüber hinaus suche ich weiter nach neuen Betätigungsfeldern, nicht zuletzt, weil ich daran denke, dass mein Leben "rund und erfüllt" sein muss. Darin steckt sicher gleichzeitig meine Frage nach Spiritualität, die ich gern beantwortet haben möchte. Und so bin ich, nicht zuletzt deswegen, seit 2001 Schüler des Zen-Lehrers, Pater Willigis Jäger. Was mich zum Radio treibt? Zunächst sicher die Neugier und die Lust auf das Abenteuer, öffentlich hörbar zu werden. Allmählich bekomme ich aber beim Studio Merten die Idee, dass das Üben meiner Artikulation und mir dabei selbst zuhören zu müssen, mir mehr Klarheit und Verständnis für die Aktionen meiner Mitmenschen wie für mich selbst bringen. Bei dieser Gelegenheit darf ich meinem neuen Lehrmeister, dem Leiter des Studios, Otto Ganser sehr für sein Verständnis und die Geduld für meine "Stotterproben" danken. Ich fühle mich wohl bei ihm und "seinen Vorgebirglern". |